Zum Inhalt springen
TOMThomas Ernstberger, genannt TOM

Lokalsport-Media

Reporter und Fotograf

Sportjournalismus aus der Region.

Landkreis Landsberg | Ammersee

Nah dran. Live dabei. Aktuell. Kompetent.

Stand: 11.08.2026, 23.56 Uhr

← Zurück zur Titelseite

Regionalliga Bayern · TSV Landsberg

TSV-Coach Schröder: Überragendes Spiel

31. Juli 2026 · Von Thomas Ernstberger

Historisches Tor: Furkan Kircicek erzielt per Elfmeter das erste Regionalliga-Tor der Landsberger Vereinsgeschichte. Foto: Thomas ErnstbergerFoto: Thomas Ernstberger

Landsberg – Am Ende gewinnt nicht immer die bessere Mannschaft. Das ist keine neue Fußball-Erkenntnis, aber sie tut weh, wenn sie mal wieder zutrifft. Wie am Freitagabend. Da zeigte sich Regionalliga-Aufsteiger TSV Landsberg – wieder mit Lukas Bettrich in der Startelf – im altehrwürdigen Rosenaustadion bei der U23 des FC Augsburg gegenüber dem Heim-0:1 gegen Memmingen enorm verbessert. Nach frühem 0:2-Rückstand (0:1 in der 5. Minute durch Franz-Noah Xaver Bleicher und 0:2 in der 24. Minute durch Kevin Steve Nana Motowilczuk) war der TSV die tonangebende, ja die bessere Mannschaft – aber die drei Punkte behielten die Schwaben.

Dabei sah’s nach der Pause vor 530 Zuschauern ganz nach dem ersten Regionalliga-Punkt, ja vielleicht sogar nach Punkten der Landsberger aus. Nach einem Foul an Ünal Tosun gab’s Elfmeter. Furkan Kircicek verkürzte eiskalt auf 1:2 (47.). Und sorgte damit für ein historisches Tor: Es war der erste Regionalliga-Treffer in der Vereinsgeschichte des TSV Landsberg. Zudem war es auch für ihn persönlich ein ganz besonderes Tor: sein erstes Punktspieltor nach ziemlich genau anderthalb Jahren. Zuletzt hatte „Furki“ am 24. Januar 2025 beim 2:0-Sieg in der Bayernliga gegen Sonthofen getroffen. Danach kamen Kreuzbandriss und lange Pause.

Kircicek war nach dem Treffer happy. Und verriet: „Ich wollte bei meinem Tor nicht zu viel jubeln.“ Das holte Jeton Abazi in der 69. Minute ausführlich nach. Nur drei Minuten nach seiner Einwechslung glich er nach Vorarbeit von „Maskenmann“ Kilian Pittrich aus, den Trainer René Schröder gleichzeitig mit Abazi aufs Feld geschickt hatte. Jetons Jubel: riesig.

Der erste Punkt der Landsberger lag in der Augsburger Luft, doch durch einen umstrittenen Elfmeter, den Bentley Baxter Bahn in der 78. Minute zum 3:2 verwandelte, kamen die Schwaben zu einem alles in allem recht glücklichen Sieg.

Schröder konnte es nicht fassen, sprach von der „unverdientesten Niederlage meiner Karriere“. Er lobte die Leistung seiner großartig kämpfenden Mannschaft in den höchsten Tönen: „Ein überragendes Spiel über 90 Minuten, ein toller Auftritt – Hut ab.“

Das sah der sportliche Leiter Marko Braovac ähnlich: „Diese Niederlage kann man keinem erklären. Wir waren über 90 Minuten die bessere Mannschaft.“

Wirklich jammerschade, dass sich die Landsberger davon nichts kaufen können. Viel Lob, aber wieder keine Punkte. Bitter …

Weitere Berichte