Motorsport · Marcel Schrötter
Kreuzbandriss: Schrötter fährt weiter

Pflugdorf – Die Sommerpause ist vorbei. Der Pflugdorfer Profi Marcel Schrötter (33) fährt am Wochenende in der Motorsport Arena Oschersleben Motorradrennen im Rahmen der Euro Moto Superbike. Das wäre an sich keine große Neuigkeit, denn Rennen fährt der BMW-Pilot mit schöner Regelmäßigkeit seit vielen Jahren.
Aber an diesem Wochenende ist seine Ankündigung „Ich werde an den Start gehen“ mit dem Zusatz „Und werde versuchen, einigermaßen zurechtzukommen“ schon fast eine kleine medizinische Sensation.
Denn Schrötter fährt mit einem „Totalschaden“ im linken Knie – die Folge eines Sturzes vor den „8 Stunden von Suzuka“ Anfang des Monats. Es passierte im Nachttraining vor dem Wettbewerb, der als wichtigstes Motorradrennen Japans, ja sogar als eines der prestigeträchtigsten Rennen der Welt gilt.
„Nach einem technischen Defekt am Motorrad hat das Hinterrad blockiert. Ich bin quergestanden, von der Fahrbahn abgekommen, habe mich in einer Wiese überschlagen und bin mit dem Motorrad an einer Mauer gelandet“, erzählt der Pflugdorfer. Und fügt an: „Eigentlich habe ich da noch Glück gehabt.“
Denn er zog sich bei diesem Crash „nur“ eine schwere Knieverletzung zu: Das hintere und das vordere Kreuzband sowie das Innenband sind gerissen.
„Nichts kaputt“, hieß es zunächst an der Rennstrecke in Japan. „Ich hatte auch keine Schmerzen“, berichtet der ehemalige Moto2-Pilot. Erst das MRT bei einem Kniespezialisten in Deutschland brachte Gewissheit.
Schrötter bekam eine Schiene verpasst, die er inzwischen nach zwei Wochen wieder ablegen konnte. So kann er jetzt wieder auf seine Maschine steigen. „Wir haben uns entschieden, das Knie nicht operieren zu lassen. Ich will die Saison zu Ende fahren.“
Am Wochenende in Oschersleben, in zwei Wochen in Assen. Jetzt heißt es auf dem Motorrad, die Zähne zusammenzubeißen – Fußballer fallen mit einer so schweren Verletzung mindestens ein halbes Jahr aus …
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